Demenzbetreuung

Die meisten Demenzkranken möchten möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben. Viele Senioren mit Demenz in Deutschland leben jedoch alleine und laut Prognosen werden die Zahlen der Erkrankten steigen. Die vertraute Umgebung bietet ohne Zweifel Sicherheit und Geborgenheit. Vor allem für Senioren mit dieser Erkrankung spielt die gewohnte Wohnung eine große Rolle. Nicht zu unterschätzen sind Möbelstücke, Bilder und Souvenirs in denen viele Erinnerungen stecken. Dadurch wird die Identität des Kranken gestärkt und die Vergangenheit lebendig gemacht.

Viele Betroffene sind andererseits der Meinung, dass das Leben mit Demenz zu Hause kaum möglich ist. Ältere Menschen möchten von sich aus keine Hilfe in Anspruch nehmen. Jegliche Hilfe wird abgelehnt und ein Umzug in ein Altersheim erst recht. Fakt ist aber, dass Senioren mit verschiedenen Formen der Demenz oder mit Alzheimer zu Hause leben können. Damit das Leben Ihres Angehörigen bestmöglich funktioniert, sollten Sie rechtzeitig alle relevanten Informationen zu diesem äußerst komplexen Thema sammeln. 

Die Betreuung einer Pflegebedürftigen Person mit Demenz oder Alzheimer kann nicht alleine gemeistert werden. In derartigen Fällen muss nach anderen Möglichkeiten und Alternativen geschaut werden. Lokale Pflegedienste wäre die erste Möglichkeit. Die Kosten sind jedoch relativ hoch und können für eine Demenzbetreuung 5000€ und mehr betragen. Man kann zwar das zustehende Pflegegeld für diese Dienstleistung verwenden, der grösste Teil muss jedoch privat finanziert werden. Dieser kann jedoch als sogenannte „haushaltsnahe Dienstleistung“ steuerlich geltend gemacht werden. Die Sozialämter bieten auch „Hilfe zur Pflege“, die erst ausgezahlt wird wenn eigene Mittel ausgeschöpft werden. Die Behörden prüfen immer, ob es eventuell Angehörige gibt, die unterhaltspflichtig sind. Insbesondere handelt es sich um Ehepartner und Kinder. 

Die Pfleger wechseln sich aber häufig ab und es wird keine Kontinuität gewährleistet. Diese brauchen aber die Erkrankten bei einer Demenzbetreuung besonders, da es ihnen sehr schwer fällt sich ständig an neue Gesichter zu gewöhnen. Eine gute Alternative zu einem lokalen Pflegedienst kann eine polnische Pflegekraft sein, die im Rahmen einer 24 Stunden Pflege die gesamte Grundpflege und die Haushaltsführung übernimmt. Die Vermittlung einer Pflegerin aus Polen erfolgt meistens über eine deutsche Vermittlungsagentur von Pflegekräften. Da alle EU-Bürger das Recht haben in allen EU-Ländern uneingeschränkt zu arbeiten, können auch polnische Pflegekräfte in deutschen Haushalten arbeiten. Es ist dabei jedoch immer wichtig, dass die polnische Pflegekraft legal in Deutschland arbeitet. Ausländische Pflegekräfte benötigen grundsätzlich keine Arbeitserlaubnis, wenn sie im Ausland fest und sozialversicherungspflichtig eingestellt sind. Im Rahmen der sogenannten Entsendung werden osteuropäische Betreuungskräfte bei deutschen Senioren eingesetzt. Pflegekräfte aus Osteuropa, die nach dem Entsendegesetz beschäftigt sind, dürfen in Deutschland nicht länger als 183 Tage im Jahr arbeiten. Eventuell entstandene Schäden muss immer die Haftpflichtversicherung oder die Betriebsversicherung des Entsendeunternehmens aus Osteuropa übernehmen. In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass selbständige Pflegekräfte, die „auf Gewerbeschein“ arbeiten in Deutschland illegal sind. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FSK) hatte sich mehrmals zu dieser Thematik geäußert und spricht eine klare Sprache. Möglicherweise sind die illegalen Altenpfleger etwas günstiger, das Risiko bestraft zu werden ist dabei relativ hoch. In letzter Zeit werden immer häufiger Kontrollen durchgeführt. Dies kann sehr schnell passieren, wenn die zu pflegende Person beispielsweise draussen mit der Pflegekraft unterwegs ist. Es sind aber auch Hinweise aus der Bevölkerung nicht ausgeschlossen.