Seniorenbetreuung

In der deutschen Seniorenbetreuung und der 24 Stunden Seniorenpflege arbeiten viele Menschen mit einer Migrationsgeschichte, die auf den ersten Blick etwas gemeinsames haben: die meisten haben nicht ihr ganzes Leben bei uns verbracht. Sie sprechen außer Deutsch noch eine weitere Sprache, meist ihre Muttersprache. Migranten, die in der Seniorenbetreuung beschäftigt sind, haben Erfahrungen, die ihre deutsche Kollegen und Kolleginnen nicht haben. Laut Duden ist die Migration ein biologischer oder soziologischer Begriff für Wanderung in andere Länder und Kulturen. Dieses Phänomen wurde lange als Bereicherung gesehen, sei es für Dichter, Handwerker oder für junge Menschen, die beispielsweise studieren wollten. Andererseits fehlen leider bei vielen ausländischen Mitbürgern diese positiven Zuschreibungen. Sie werden häufig dafür ambivalent wahrgenommen. Die erbrachte Leistung durch ausländische Kräfte in der Dienstleistungs- und Produktionsbranche wird zwar anerkannt, doch sie bleiben in den meisten Fällen für immer die "Fremden". Dies trifft auch auf die Altenbetreuung zu: Viele Menschen mit Migrationshintergrund, vorwiegend Frauen leisten extrem schwere Arbeit. Ohne diesen Menschen würde unser Versorgungssystem kollabieren. Leider findet diese Arbeit wenig Anerkennung in unserer Gesellschaft. Dem Bild einer ausländischen Pflegerin werden häufig negative Konnotationen zugeschrieben. Wenn man die Fähigkeiten und Kompetenzen deutscher und ausländischer Betreuungskräfte vergleicht, sind die Defizite sofort sichtbar: ihre Deutschkenntnisse sind nicht ausreichend und sie kennen zu wenig unsere Kultur. In Wirklichkeit aber haben auch deutsche Kräfte in vielen Bereichen einen hohen Fortbildungsbedarf. Aus diesem Grunde macht es wenig Sinn, deutsche und ausländische Pflegekräfte im Bereich der 24 Stunden Seniorenpflege miteinander zu vergleichen. Vielmehr sollten wir voneinander lernen und zusammen nach neuen Ideen in der Seniorenbetreuung suchen. 


Temporäre Migrantinnen in deutschen Haushalten

Ausser Schätzungen gibt es leider keine verlässlichen Zahlen. Man kann aber von ca. 150.000 bis 300.000 Pflegerinnen aus Osteuropa ausgehen, die die Seniorenbetreuung 24 Stunden übernehmen. Das Interesse, die Zahlen zu präzisieren ist eher gering. Als Begründung wird häufig die schlechte Datenlage  bei der 24 Stunden Seniorenpflege angegeben. In den letzten Jahren entstanden viele Agenturen, die Pflegekräfte an deutsche Privathaushalte vermitteln. Bis zu Jahre 2000 gab es so gut wie gar keine Vermittlungsagenturen in Deutschland. Die Vermittlung erfolgte hauptsächlich über Mundpropaganda und private Netzwerke verschiedener Art. Gegenwärtig gibt es über hundert Vermittlungsagenturen in unserem Land. Viele davon sind sogenannte „Billiganbieter“, die mit Preisen von 1200 Euro im Monat werben. Bei derartigen Angeboten hantelt es sich eindeutig um Ausbeutung des Pflegepersonals oder/ und um illegale Beschäftigung. Jede seriöse Agentur erhebt keine Vermittlungsgebühren, ermöglicht vorab ein Telefonat mit einer potenziellen Betreuerin und lässt dem Interessenten auch einen Mustervertrag zukommen. Bei monatlichen Gebühren von ca. 2200€ (Kost und Logis zzgl.) kann man in der Regel ziemlich sicher sein, dass die angebotene Dienstleistung legal ist. In dem genannten Betrag ist der Arbeitslohn der Betreuungskraft enthalten und beträgt monatlich ca. 1500€ brutto. Darüber hinaus sind noch Sozialabgaben, Krankenversicherung, Fahrtkosten und Steuern zu bezahlen. Man kann somit mit bloßem Auge sehen, dass Vermittler, die die Seniorenbetreuung 24 Stunden günstiger anbieten sehr fragwürdig sind. Als Kunde sollten Sie immer die sogenannte A 1 Bescheinigung sowie die Versichertenkarte „EKUZ“ verlangen. In den meisten Fällen dauert die Ausstellung der Dokumente zwei bis mehreren Wochen. Sie sollten jedoch auf eine Kopie des Antrages auf die A 1 Bescheinigung bestehen. Manche Agenturen um Kosten zu drücken und mehr Profit zu machen fälschen sogar die A 1 Bescheinigungen oder „entsenden“ ihre Mitarbeiterinnen ohne einer gesetzlichen Krankenversicherung. Bei der Vermittlungsagentur Vilena sind Sie immer auf der sicheren Seite. Wir versichern Ihnen, dass unsere Pflegekräfte immer bei den zuständigen Sozialversicherungsträger ordnungsgemäss angemeldet werden. Alle unsere Kunden erhalten immer unaufgefordert alle Legalitätsnachweise zugeschickt.