Wenn Pflegefälle Schlagzeilen machen: Was bedeutet das für die häusliche Betreuung?

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Betreuungskraft liest einer älteren Dame im Rollstuhl zu Hause aus einer Zeitschrift vor

Warum Angehörige zwischen medizinischer Pflege und häuslicher Betreuung unterscheiden sollten.

Vor einiger Zeit stellte mir eine Kundin eine Frage, die mich zunächst überrascht hat.

Sie hatte in den Medien von einem deutschen Krankenpfleger gehört, der mehrere Patienten getötet hatte. Nun machte sie sich Sorgen um ihre eigene Mutter, die zu Hause betreut werden sollte.

„Herr Szuba, kann so etwas eigentlich auch bei einer Betreuungskraft passieren, die bei meiner Mutter wohnt?“

Ich konnte ihre Sorge gut verstehen. Schließlich lässt man einen zunächst fremden Menschen in das Zuhause eines Angehörigen. Oft geht es dabei um jemanden, der auf Hilfe angewiesen ist und sich möglicherweise nicht mehr selbst schützen kann.

Was ich der Kundin erklärt habe: Zwischen einem ausgebildeten Krankenpfleger und einer Betreuungskraft in der häuslichen Seniorenbetreuung gibt es wesentliche Unterschiede.

Und genau darüber möchte ich hier sprechen.

Die Fälle, die Deutschland erschüttert haben

Einer der bekanntesten Fälle ist der des ehemaligen Krankenpflegers Niels Högel.

Er arbeitete in den Krankenhäusern Oldenburg und Delmenhorst. Im Juni 2019 wurde er wegen 85 Morden an Patienten zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil wurde 2020 rechtskräftig.

Högel hatte seine berufliche Stellung und den Zugang zu Medikamenten missbraucht. Die Taten ereigneten sich im Krankenhaus, also in einem Umfeld, in dem medizinisches Personal täglich mit schwerkranken Menschen arbeitet.

Ein weiterer Fall wurde im November 2025 vor dem Landgericht Aachen verhandelt. Dort wurde ein Krankenpfleger wegen zehnfachen Mordes und 27-fachen Mordversuchs zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die Taten betrafen Patienten einer Palliativstation in Würselen. Auch hier ging es um den missbräuchlichen Einsatz von Medikamenten während der stationären medizinischen Versorgung.

Solche Nachrichten machen Angst. Gerade Familien, die sich ohnehin Sorgen um ihre pflegebedürftigen Eltern machen.

Allerdings sollte man dabei etwas Wichtiges nicht übersehen: Die Tätigkeit eines Krankenpflegers im Krankenhaus ist nicht mit der einer häuslichen Betreuungskraft gleichzusetzen.

Betreuungskraft oder Pflegefachkraft – wo liegt der Unterschied?

Bei der sogenannten 24-Stunden-Betreuung, wie sie auch über VILENA vermittelt wird, geht es in erster Linie um Unterstützung im Alltag.

Die Betreuungskraft wohnt für einen bestimmten Zeitraum im Haushalt der betreuten Person. Sie hilft beispielsweise beim Waschen, Anziehen, Kochen oder Einkaufen. Sie begleitet ältere Menschen durch den Tag, leistet Gesellschaft und unterstützt sie dort, wo sie allein nicht mehr zurechtkommen.

Viele dieser Betreuungskräfte haben jahrelange praktische Erfahrung. Nicht alle verfügen jedoch über eine in Deutschland anerkannte pflegefachliche Ausbildung.

Und das ist ein wichtiger Unterschied.

Medizinische Behandlungspflege gehört nicht zu den regulären Aufgaben einer Betreuungskraft ohne entsprechende Qualifikation.

Dazu zählen beispielsweise Injektionen, medizinische Wundversorgung oder andere ärztlich angeordnete Behandlungsmaßnahmen, für die eine entsprechende Qualifikation erforderlich ist.

Solche Aufgaben müssen von entsprechend qualifizierten und befugten Personen übernommen werden, etwa von einem ambulanten Pflegedienst.

In vielen Haushalten funktioniert genau diese Aufteilung: Die Betreuungskraft kümmert sich um den Alltag, während ein Pflegedienst bei Bedarf die medizinische Versorgung übernimmt.

Beide Tätigkeitsbereiche können sich gut ergänzen. Aber sie sind eben nicht dasselbe.

Bedeutet das, dass bei einer häuslichen Betreuung nichts passieren kann?

Nein. Das wäre eine falsche Sicherheit, die ich keiner Familie vermitteln möchte.

Denn natürlich kommt es auch in der häuslichen Betreuung darauf an, wem man einen Angehörigen anvertraut.

Eine Betreuungskraft übernimmt zwar in der Regel keine medizinische Behandlungspflege. Trotzdem begleitet sie einen Menschen, der möglicherweise körperlich oder geistig stark eingeschränkt ist.

Da braucht es Verantwortungsbewusstsein, Geduld und einen respektvollen Umgang.

Ich bin seit vielen Jahren in dieser Branche tätig und weiß aus Erfahrung: Nicht jede Betreuungskraft passt zu jeder Familie. Manchmal stimmen die Erwartungen nicht überein, manchmal fehlt die notwendige Erfahrung für eine bestimmte Betreuungssituation.

Deshalb sollte man bei der Auswahl genau hinschauen.

Worauf sollten Familien bei der Auswahl achten?

Nehmen wir eine Familie, deren Mutter an Demenz erkrankt ist.

Da würde ich nicht nur fragen, wie gut die Betreuungskraft Deutsch spricht oder wann sie anreisen kann.

Viel wichtiger ist zunächst: Hat sie bereits Menschen mit Demenz betreut? Weiß sie, wie sie mit Unruhe oder Orientierungslosigkeit umgehen soll? Und kommt sie mit der konkreten Situation im Haushalt zurecht?

Auch die Aufgaben müssen klar geregelt sein.

Was kann die Betreuungskraft übernehmen? Wo liegen ihre Grenzen? Und wann braucht die Familie zusätzlich einen ambulanten Pflegedienst?

Ein weiterer Punkt, den ich persönlich für besonders wichtig halte, ist die Erreichbarkeit der Vermittlungsagentur.

Denn was passiert, wenn es Schwierigkeiten gibt? Wenn die Familie unzufrieden ist oder sich das Verhalten der betreuten Person plötzlich verändert?

Dann sollte klar sein, an wen man sich wenden kann und wie mit solchen Problemen umgegangen wird.

Und natürlich sollten Angehörige aufmerksam bleiben. Wenn ihnen Veränderungen oder ungewöhnliche Situationen auffallen, sollten sie diese ansprechen und gegebenenfalls fachliche Hilfe hinzuziehen.

Vertrauen ist gut. Klare Zuständigkeiten sind genauso wichtig.

Die bekannten Kriminalfälle aus deutschen Krankenhäusern sind erschütternd. Aber sie dürfen nicht dazu führen, dass man alle Pflegekräfte oder Betreuungskräfte unter einen Generalverdacht stellt.

Das wäre unfair gegenüber den vielen Menschen, die ihre Arbeit jeden Tag verantwortungsvoll erledigen.

Genauso wenig sollte man die Sorgen von Angehörigen einfach abtun.

Die Frage meiner Kundin war deshalb durchaus berechtigt.

Mir war wichtig, ihr zu erklären, welche Aufgaben eine häusliche Betreuungskraft tatsächlich übernimmt und wo die Grenzen zur medizinischen Behandlungspflege liegen.

Bei VILENA legen wir Wert darauf, Familien diese Unterschiede verständlich zu erklären und gemeinsam zu besprechen, welche Form der Unterstützung benötigt wird.

Denn am Ende geht es nicht nur darum, eine Betreuungskraft zu finden.

Es geht darum, dass ein älterer Mensch zu Hause gut versorgt wird und seine Angehörigen wissen, an wen sie sich bei Fragen oder Schwierigkeiten wenden können.

Und dafür braucht es mehr als ein gutes Gefühl. Es braucht klare Absprachen, passende Erfahrungen und eine verlässliche Zusammenarbeit.

Gregor Szuba

Geschäftsführer

VILENA Pflege zuhause GmbH

Quellen: Deutsches Ärzteblatt – Niels Högel, Deutschlandfunk – Urteil Aachen und gesund.bund.de – Live-In-Betreuung.

Vorteile

Warum Familien VILENA wählen

  • Schnelle Hilfe: passende Betreuungskraft oft innerhalb weniger Tage
  • Rechtssicher: Entsendemodell mit A1-Bescheinigung
  • Persönlich: feste Ansprechpartner während der gesamten Betreuung
  • Mehr Sicherheit: Sie können vor Vertragsabschluss mit der Betreuungskraft sprechen
  • Transparent: kostenloses und unverbindliches Angebot
  • Flexibel: 14-tägiges Kündigungsrecht